Beschreibung
Mit Songs, die ihrem Stile nach genau in die Zeit zwischen Michael Jacksons Off the Wall und A Taste of Honey fallen, ist Jamiroquais Album Synkronized nicht weniger denn ein Funk- und Disco-Inferno, das sich von seinen Pendants der siebziger Jahre nur dadurch unterscheidet, daĂź es knapp zwei Jahrzehnte später produziert wurde. Die Zutaten sind aber dieselben: Wah-Wah-Gitarren, E-Piano, zarte Streichinstrumente, die fĂĽr die Melodie sorgen, mächtige Bässe und ein gewaltiger Bläsersatz, der Bilder von drei jungen, synchron steppenden Männern evoziert, während ihre pailettengeschmĂĽckten Schläge ĂĽber weiĂźe Lackschuhe streifen. Während der Funk ausreichend Dampf macht, um auch den größten Krauskopf noch glatt zu bĂĽgeln, sorgt Jay Kays makellose Stevie-Wonder-Stimme fĂĽr die nötige Frische. Das Album spielt aber nicht nur in einer anderen Zeit: Wer sich bereits auf Siebziger-Jahre-Klänge eingestellt hat, wird jäh aus dem Schlaf gerissen, wenn „Supersonic“, das siebte StĂĽck des Albums, völlig unerwartet mit einem Acid-House-Riff — begleitet von Didgeridoo-Gebrumme und einer Synthi-Cow-Bell herausplatzt. „Where Do We Go from Here“ rockt mit holprigem Blues-Piano und pulsierenen Bongos, und das groĂźe Finale, „King for a Day“, ist ein brillanter, rockoperartiger und von orchestermäßigen Klavier- und Streicherklängen dekorierter Ausflug in andere Klangwelten. Alles in allem ist dieses Jam-Fest ein unersetzlicher Begleiter fĂĽr den Sommer. –Beth Massa
